Appliances
Im IT-Umfeld definiert das Wort Appliance - ursprünglich ein Begriff, der aus dem Umfeld von Haushaltsgeräten stammt - eine Hardware, die als dediziertes Gerät eine spezielle Funktion erfüllt und dafür optimiert ist.
Appliances werden als vorinstallierte Komplettlösungen für einen speziellen Zweck angeboten: Sie bestehen aus Hardware, vorinstalliertem Betriebssystem und einer Software-Applikation. Sie sind dementsprechend leicht einzurichten und sofort für die vorgesehene Aufgabe einsetzbar. Die Vorteile: eine hohe Stabilität und Verlässlichkeit, ein abgestimmtes Leistungsniveau sowie eine einfache Verwaltung und niedrige Wartungskosten.
Im Gegensatz zu PC-/Server-Systemen besitzen Appliances einen deutlich längeren Lebenszyklus und einen definierten EOL (End-of-Life)-Plan. Außerdem sind sie langfristig unabhängig von technischen Änderungen bis auf Chip-Ebene. Der Formfaktor von Appliances entspricht normalerweise „Rack-Size" in 1 oder 2U (Höheneinheiten) und 4 oder 8 NICS (Netzwerkschnittstellen), die von der Vorderseite zugänglich sind; aber auch Desktop-Varianten sind auf dem Markt erhältlich.
Heutzutage werden Appliances schwerpunktmäßig als Hardwarebasis für Sicherheitslösungen sowie im Bereich von Speicherlösungen für Netzwerke („Network Attached Storage" NAS), eingesetzt.
In vielen Fällen handelt es sich bei den Anwendungen zwar um Softwarelösungen, die auch auf einem gewöhnlichen Computer installierbar wären, jedoch bringt die Umsetzung auf eine Hardware-Appliance sowohl dem Hersteller als auch dem Endanwender zahlreiche Vorteile. Im Gegensatz zum „offenen System" - der kompletten Neu-Einrichtung eines Servers/Computers und der anschließenden Installation und Konfiguration des Betriebssystems, aller notwendigen Treiber und einer Reihe verschiedener Softwareprogramme - werden Appliances im Allgemeinen „Ready-to-Use" geliefert; Betriebssystem und Software sind vorinstalliert, verursachen dadurch einen wesentlich geringeren Installations-/Konfigurationsaufwand und sind über einen Web-Browser einfach administrierbar. Die Folgen sind ein geringerer Installationsaufwand, Zeitersparnis und weniger Supportaufwand.
zurück
nach oben
Druckversion